KR-600 mit Schlegelkopf GH120 und Astschere TGR-155 für den PZD in Koło

KR-600 mit Schlegelkopf GH120 und Astschere TGR-155 für den PZD in Koło

An den PZD in Koło (Powiatowy Zarząd Dróg – die Kreisstraßenverwaltung) ging ein Gespann für die Unterhaltung des Straßenraums: der Auslegermäher ROLMEX KR-600 der Sechs-Meter-Klasse, der Mähkopf GH120 in der Ausführung mit 30 Hämmern und die Astschere TGR-155. Das ist eine typische Konfiguration für eine Einheit, die mit einem Trägerfahrzeug sowohl das Mähen der Bankette als auch die Beseitigung von Verbuschung und von in das Lichtraumprofil hineinragenden Ästen abdecken muss. Nachfolgend beschreiben wir, was sich bei dieser Konfiguration direkt aus den Parametern der Maschine ergibt.

Auslegermäher ROLMEX KR-600 mit Mähkopf GH120, geliefert an den PZD (Kreisstraßenverwaltung) in Koło

Was das Gespann für den PZD in Koło umfasst

  • Auslegermäher ROLMEX KR-600 – Reichweitenklasse sechs Meter,
  • Mähkopf GH120 in der Ausführung mit 30 Hämmern,
  • Astschere TGR-155.

Ein Trägerfahrzeug mit Arm und zwei Wechselköpfe decken zwei verschiedene Aufgaben ab: das Mähen des Straßenbegleitgrüns und das Schneiden verholzter Verbuschung. Beide Köpfe arbeiten am selben Arm und nutzen dasselbe Hydrauliksystem, der Wechsel der Arbeitsart bedeutet also einen Wechsel des Anbaugeräts und nicht der Maschine.

KR-600: welche Parameter über die Auswahl entscheiden

Im Produktdatenblatt des Auslegermähers KR600 der Serie KR POWER ist für dieses Modell angegeben:

  • maximale Reichweite des Auslegers: 6,5 m,
  • Leistung: 68 HP,
  • erforderliche Traktorleistung: 110 HP,
  • Mindestbreite des Traktors: 220 cm,
  • Mindestgewicht des Traktors: 4500 kg.

Die letzten drei Positionen liest man zusammen. Die Leistung allein genügt nicht, denn bei ausgefahrenem Arm entscheiden über die Stabilität des Gespanns auch die Spurbreite und die Masse des Trägerfahrzeugs – deshalb gibt der Hersteller Mindestbreite und Mindestgewicht neben der Leistung an. Zum Vergleich: Der kleinere KR520 hat 5,6 m Reichweite und verlangt einen Traktor mit 100 HP, 200 cm Breite und 4000 kg Masse. Der Unterschied von 0,9 m Reichweite schlägt sich also in deutlich höheren Anforderungen an das Trägerfahrzeug nieder.

Für eine Straßenverwaltung sind auch drei Konstruktionsmerkmale der Serie wesentlich: der Anbau an der hinteren Dreipunktaufhängung des Traktors, die Transporthöhe unter 3 m, die das Abstellen des Traktors ohne Demontage des Arms erlaubt, sowie das unabhängige Hydrauliksystem mit Kühler und einer Pumpe mit einer Förderleistung von bis zu 130 l/min. Dieser letzte Parameter kehrt bei jedem weiteren Kopf wieder.

Wie der Mähkopf zur Aufgabe ausgewählt wird

Der Schlegelkopf GH-120 hat 120 cm Arbeitsbreite und wiegt je nach Zusatzausstattung 270–340 kg; für die Berechnung der Armbelastung ist es sicherer, den oberen Wert anzusetzen. Die Drehzahl der Messerwelle beträgt 3000–3100 U/min, die Welle läuft in beide Richtungen, und das Innere des Gehäuses schützt ein zusätzlicher Mantel aus HARDOX400-Blech.

Über den Arbeitscharakter entscheidet jedoch nicht das Gehäuse selbst, sondern die Welle mit den darauf sitzenden Messern oder Hämmern. Der Hersteller sieht vier Konfigurationen vor:

  • Precision ROTOR – Welle auf Schäkeln mit Y-Messer und Mittelmesser, für das präzise Grasmähen,
  • Universalwelle UniversalROTOR2 mit Y- und YI-Messern – Sträucher und Zweige bis 5 cm Trockenholz,
  • T6-Hämmer auf derselben Universalwelle – verholzte Austriebe bis 6 cm Trockenholz,
  • Welle mit drehbaren Hämmern H360 FORESTAL – Zerkleinern von Austrieben mit einem Durchmesser bis 10–11 cm.

Die praktische Schlussfolgerung für eine Straßenbehörde: Der Wechsel der Welle oder des Messersatzes ändert den Einsatzzweck desselben Kopfes, ohne dass eine zweite Maschine gekauft werden muss. Nach Koło ging der Kopf in der Ausführung mit 30 Hämmern.

Auslegermäher ROLMEX KR-600 mit Mähkopf GH120, geliefert an den PZD (Kreisstraßenverwaltung) in Koło

Die Astschere ist ein anderes Werkzeug als der Schlegelkopf

Der Schlegelkopf zerkleinert die geschnittene Masse und lässt sie an Ort und Stelle. Die Astschere schneidet – sie eignet sich dort, wo der Ast für die Schlegel zu dick ist und das Material im Ganzen abgetrennt werden soll, zum Beispiel bei der Wiederherstellung des Lichtraumprofils der Straße. Im ROLMEX-Angebot gibt es die Astschere für Äste und Sträucher als Modell TGR-155: Arbeitsbreite 1550 mm, maximaler Durchmesser des Schnittguts 120 mm, Drehbereich des Kopfes 180–235 Grad, Gewicht 240 kg. Die angegebene Flächenleistung beträgt 0,2–0,7 km/h, und für die Arbeit mit diesem Kopf braucht der Traktor einen Kriechgang – das sollte vor dem Kauf geprüft werden, denn nicht jedes Trägerfahrzeug ist damit ausgestattet. Der Drehbereich erlaubt es, die Schnittebene unabhängig von der Armstellung einzustellen, sodass derselbe Kopf senkrecht am Lichtraumprofil und waagerecht über dem Graben schneidet, ohne den Traktor umzusetzen.

Derselbe Ausleger die ganze Saison über

Der Arm der Serie KR nimmt alle ROLMEX-Arbeitsköpfe auf, nicht nur die Mähköpfe. Für Grabenarbeiten dient der Grabenräumer PR80 mit 80 cm Arbeitsscheibe und 300 kg Gewicht, der Wurzeln mit bis zu 10 cm Durchmesser schneidet; sein An- und Abbau dauert 3–4 Minuten. Für das Profilieren des Banketts ist die Bankettfräse SP90 mit 90 cm Arbeitsbreite vorgesehen, bestückt mit 51 Messern aus Hardox-550-Stahl.

Hier kehrt das Thema Hydraulik zurück: Der PR80 verlangt mindestens 110 l/min bei 200 bar Druck oder 85 l/min bei 300 bar, die SP90 mindestens 110 l/min. Die Pumpe mit bis zu 130 l/min in der Serie KR POWER lässt also Reserve für anderes Anbaugerät als das Mähwerk. Wer den Kauf plant, sollte gleich die vollständige Liste der Köpfe für die nächsten Jahre festlegen, denn sie – und nicht das Mähen allein – bestimmt die Mindestanforderungen an Trägerfahrzeug und Hydrauliksystem.