Drei Steyr-Einheiten mit Auslegern KR 600 Power+ für die Woiwodschaftsstraßenverwaltung in Lublin
An die Woiwodschaftsstraßenverwaltung in Lublin (ZDW) gingen drei komplette Einheiten: Traktoren Steyr, ausgerüstet mit hydraulischen Armen Rolmex KR 600 Power+. Die Maschinen werden in den Straßenbezirken der Woiwodschaft (RDW) arbeiten. Im Folgenden beschreiben wir, was zur Einheit gehört und nach welchen Kriterien eine solche Maschine für die Aufgaben eines Straßenbaulastträgers ausgewählt wird.

Was zu den gelieferten Einheiten gehört
- Trägerfahrzeug: Traktor Steyr,
- hydraulischer Arm: Auslegemäher Rolmex KR 600 Power+,
- Hydraulikanlage mit einer Leistung von 130 l/min bei einem Druck von 230 bar,
- Mähkopf mit dreifacher, austauschbarer Beplankung aus Hardox 550-Stahl.
Das Datenblatt des Auslegemähers KR600 aus der Baureihe KR POWER nennt eine maximale Auslegerreichweite von 6,5 m und eine Leistung von 68 HP. Die Anforderungen an das Trägerfahrzeug lauten 110 HP Leistung, eine Mindestbreite des Traktors von 220 cm und eine Mindestmasse von 4500 kg. Zum Vergleich: Der kleinere KR520 hat eine Reichweite von 5,6 m und verlangt einen Traktor mit 100 HP Leistung, 200 cm Breite und 4000 kg Masse.

Wozu eine Straßenverwaltung eine solche Maschine einsetzt
Der Auslegemäher arbeitet seitlich vom Traktor und unterhalb des Fahrbahnniveaus, er erlaubt also das Mähen von Bankett, Böschung sowie Sohle und Böschungen des Grabens, ohne mit der Maschine in den Graben zu fahren. Der Fahrer führt den Traktor auf der befestigten Fahrbahn, das Werkzeug arbeitet außerhalb davon. Der Schlegelkopf zerkleinert das geschnittene Material, statt es im Schwad abzulegen, sodass es in der Regel nicht aufgesammelt werden muss.
Die Reichweite von 6,5 m schlägt sich unmittelbar in der Breite des in einer Überfahrt bearbeiteten Streifens nieder und in der Möglichkeit, die Gegenböschung eines breiteren Grabens zu erreichen. Bei der typischen Unterhaltung von Banketten genügt die Variante mit 5,6 m, breite Meliorationsgräben und hohe Böschungen sprechen dagegen für den längeren Arm.

Was 130 l/min und 230 bar in der Praxis bringen
Die Förderleistung der Pumpe und der Arbeitsdruck entscheiden darüber, wie viel Leistung an der Welle des Kopfes ankommt, also ob die Maschine die Drehzahl unter Last hält. Die Baureihe KR POWER hat eine unabhängige Hydraulikanlage mit einer Pumpe mit einer Förderleistung bis 130 l/min sowie einen hochleistungsfähigen Ölkühler mit Thermostat, eine Sanftanlauffunktion und eine reinigende Umkehr der Drehrichtung. Das Datenblatt der Baureihe nennt außerdem die Möglichkeit, eine zusätzliche Hydraulikpumpe zu montieren, zum Beispiel für ein Grasgebläse oder ein Waschgerät für Verkehrszeichen.
Die Leistungsreserve hat noch eine zweite Bedeutung — sie entscheidet darüber, welche Arbeitsköpfe sich aus dem jeweiligen Arm versorgen lassen. Die Konstruktion sieht eine zusätzliche Rücklaufleitung der Hydraulik direkt zum Tank vor, die für den Betrieb zusätzlicher Arbeitsköpfe bestimmt ist.
Das Trägerfahrzeug wird in drei Dimensionen ausgewählt
Die Leistung des Traktors allein genügt nicht. Bei ausgefahrenem Ausleger entscheiden über die Standsicherheit der Einheit auch Breite und Masse des Trägerfahrzeugs, deshalb nennt das Datenblatt des KR600 alle drei Werte zusammen: 110 HP, 220 cm und 4500 kg.

Auswahl des Kopfes für die Aufgabe
Ein Arm bewältigt in der Saison mehrere verschiedene Arbeiten, und über den Charakter der Maschine entscheidet der austauschbare Kopf:
- Schlegelkopf GH-120 und GH-130 — Breite 120 oder 130 cm, Masse entsprechend 270–340 kg und 280–350 kg, Drehzahl der Schneidwelle 3000–3100 U/min; die Wahl von Welle und Messern verschiebt den Arbeitsbereich vom präzisen Mähen von Gras bis zum Zerkleinern von Trieben bis 11 cm mit den Drehhämmern H360 FORESTAL,
- Astschere TGR-155 — Arbeitsbreite 1550 mm, maximaler Durchmesser des geschnittenen Materials 120 mm, Kopfdrehung 180˚–235˚, Masse 240 kg; die im Datenblatt genannte Leistung von 0,2–0,7 km/h sollte bei der Planung des Zeitplans für das Entbuschen berücksichtigt werden,
- Grabenräumer PR80 — Arbeitsscheibe 80 cm, Masse 300 kg, Wurzelschnitt bis 10 cm, erforderlicher Mindestölstrom 110 l/min bei 200 bar; Montage und Demontage dauern 3–4 Minuten,
- Bankettfräse SP90 — Arbeitsbreite 90 cm, 51 Messer aus Hardox 550-Stahl, Masse 300 kg, erforderlicher Mindestölstrom 110 l/min; sie trägt die angewachsene Grasnarbe am Fahrbahnrand ab und stellt den Wasserabfluss von der Fahrbahn wieder her.
Für jeden dieser Köpfe gelten dieselben zwei Einschränkungen: der verfügbare Ölstrom im Kreis des Arbeitswerkzeugs sowie die zulässige Belastung des Auslegerendes, die mit dem Ausfahren des Arms abnimmt. Dreihundert Kilogramm Anbaugerät sind ein Wert, den man mit der Tragfähigkeit des konkreten Arms abgleichen muss, statt ihn von vornherein vorauszusetzen.
Der tägliche Einsatz im Straßenseitenraum
Die Arbeit im fließenden Verkehr stellt Anforderungen auch jenseits des Mähens selbst. In der Baureihe KR POWER beträgt die Transporthöhe der Maschine weniger als 3 Meter, und der Traktor lässt sich ohne Demontage des Arms abstellen. Zur Ausstattung gehören ein Satz Straßenbeleuchtung und eine versteifte Konstruktion, die die Sicherheit bei Transport und Arbeit erhöht; gesteuert wird über einen Proportionaljoystick mit Sanftanlaufsystem des Kopfes. Verfügbar sind außerdem das schwimmende Kopfsystem FFS sowie eine optionale Kamera SV. Die Hauptbaugruppen stammen von europäischen Lieferanten — Danfoss und Casappa.
Dienststellen, die einen ähnlichen Kauf planen, empfehlen wir, vor der Anfrage drei Angaben vorzubereiten: Marke, Modell und Leistung des Traktors, die Liste der Aufgaben in der Saison sowie den tatsächlichen Ölstrom im Kreis des Arbeitswerkzeugs. Auf dieser Grundlage bestätigen wir die Auswahl des Arms und des Kopfsatzes.
Unsere Maschinen
- Auslegemäher (Hydraulische Auslegerarme)
- Köpfe für Hydraulikarme
- Schlegelmäher und Anbaugeräte
- Köpfe für Bagger und Baggerlader